Wärmepumpe
Wärmepumpen – effizient heizen mit Energie aus der Umwelt
Effiziente Heizsysteme für Neubau und Bestand. Richtig geplant und eingestellt, gewinnt eine Wärmepumpe einen großen Teil der Wärme aus kostenloser Umweltenergie.

Warum die Auslegung entscheidet
Eine Wärmepumpe ist kein „1:1-Austauschgerät“. Sie arbeitet dann effizient, wenn Leistung, Vorlauftemperatur und Heizflächen zusammenpassen. Zu groß dimensioniert taktet sie unnötig; zu klein wird sie im Frost teuer oder unzureichend.
Grundlage ist die raumweise Heizlast nach DIN EN 12831 (mit DIN/TS 12831). Daraus leiten wir Gerätegröße, mögliche Vorlauftemperatur und ob bestehende Heizkörper reichen oder gezielt getauscht werden sollten.
Im Bild: eine Weishaupt Aeroblock® WAB 11 aus unserem Montagealltag – sauber aufgestellt mit Fundament und Blick auf Schallschutz.
- Heizlast nach DIN EN 12831 – nicht nach Bauchgefühl
- Heizkörper und Fußbodenheizung auf Systemtemperatur prüfen
- Warmwasser, Speicherung und Hydraulik mitdenken
- Aufstellort, Abstände und Schall der Außeneinheit
- Optional: Einbindung einer Photovoltaikanlage

Hydraulik und Abgleich – Pflicht für Effizienz und oft für Förderung
Ohne saubere Hydraulik verschenkt eine Wärmepumpe Wirkungsgrad. Der hydraulische Abgleich nach Verfahren B (VdZ/ZVSHK-Fachregel) mit raumweiser Heizlast ist bei BEG-/KfW-Förderung in der Praxis regelmäßig Voraussetzung – und bei größeren Mehrfamilienhäusern auch nach § 60c GEG beim Neueinbau einer wassergeführten Heizung gesetzlich vorgesehen.
Dazu gehören die Prüfung der Heizflächen auf möglichst niedrige Vorlauftemperatur und die Anpassung der Regelung. Das dokumentieren wir nachvollziehbar – nicht als „Häkchen“, sondern als Teil der Inbetriebnahme.
- Verfahren B / gleichwertig – nicht nur grobe Einstellung
- Dokumentation der Einstellungswerte und Heizlast
- Wichtig für KfW 458 / BEG und für dauerhaft niedrige Betriebskosten
Wärmepumpe auch im Altbau?
Ja – sehr häufig. Entscheidend ist nicht das Baujahr allein, sondern die nötige Vorlauftemperatur an kalten Wintertagen. Viele Bestandsanlagen laufen unnötig „zu heiß“.
Wir prüfen, ob vorhandene oder gezielt ergänzte Heizflächen niedrige Systemtemperaturen ermöglichen. Wo eine reine Wärmepumpe unwirtschaftlich wäre, besprechen wir ehrlich Hybridlösungen mit Gas-Brennwert.

Heizen, Warmwasser – und fachgerechte Installation
Luft-Wasser-Wärmepumpen liefern Raumwärme und Warmwasser; manche Systeme unterstützen im Sommer die Kühlung. Entscheidend ist die saubere Inbetriebnahme: Kältekreis, Regelung, Heizkurve und Einweisung.
Für Arbeiten an Anlagen mit fluorierten Kältemitteln gelten die EU-F-Gase-Verordnung und die Chemikalien-Klimaschutzverordnung (ChemKlimaschutzV): Installation und Service gehören in sachkundige Hände – kein Bastelprojekt aus dem Baumarkt.
Welche Wärmequelle passt zum Haus
Am häufigsten bauen wir Luft-Wasser-Wärmepumpen. Die Wärme kommt aus der Außenluft, eine Bohrung ist nicht nötig. Erdreich oder Grundwasser liefern über das Jahr gleichmäßigere Temperaturen, brauchen aber Erdarbeiten oder eine Brunnenbohrung und mehr Planung.
Welche Quelle sinnvoll ist, hängt von Grundstück, Heizlast und Budget ab. Die richtige Anlage ist die, die zu diesem Haus passt.
- Luft-Wasser: weniger Erschließung, Aufstellort und Schall der Außeneinheit planen
- Erdreich oder Grundwasser: gleichmäßigere Quelle, mehr Aufwand davor
- Hybrid mit Gas, wenn die Vorlauftemperatur hoch bleibt
Einbau ins bestehende Heizsystem
Eine Wärmepumpe hängt man nicht einfach an die alten Rohre. Wir schauen, wie das Haus heute heizt, und stimmen Speicher, Puffer und Regelung aufeinander ab. Warmwasser läuft über einen Speicher. Niedrige Vorlauftemperatur und der hydraulische Abgleich entscheiden, ob der Betrieb sparsam bleibt.
Manche neuen Geräte arbeiten mit natürlichen Kältemitteln wie Propan (R290). Das hilft dem Klima und kann hohe Vorlauftemperaturen liefern. Der Aufstellort muss dazu passen. Welches Kältemittel in Ihrer Anlage steckt, sagen wir am Gerät, nicht pauschal.
Bleibt die nötige Vorlauftemperatur hoch oder soll der alte Kessel noch mitlaufen, ist Hybrid oft die ehrliche Lösung: Die Wärmepumpe übernimmt die milden Tage, Gas die kalten. Der Verbrauch sinkt, das Haus bleibt an Frosttagen warm.
Häufige Fragen
Geht eine Wärmepumpe mit bestehenden Heizkörpern?
Oft ja – entscheidend sind Vorlauftemperatur und Heizflächengröße. Viele Anlagen laufen mit angepassten Heizkörpern oder gemischten Systemen. Grundlage ist die Heizlast nach DIN EN 12831; wir prüfen das vor Ort.
Warum ist der hydraulische Abgleich so wichtig?
Er sorgt dafür, dass jeder Heizkörper den richtigen Volumenstrom bekommt und die Wärmepumpe mit möglichst niedriger Vorlauftemperatur arbeiten kann. Bei BEG-/KfW-Förderung ist Verfahren B in der Praxis üblicherweise nachzuweisen; in MFH ab sechs Wohnungen kann § 60c GEG beim Neueinbau greifen.
Wie läuft die Förderung?
Für viele Projekte gilt die KfW-Förderung 458 (BEG EM). Nutzen Sie unseren Rechner als unverbindliche Orientierung – den Antrag und die technischen Nachweise begleiten wir in der Beratung.